Vulkanland Radmarathon

Feivi und ich haben den 4. Vulkanland Radmarathon am vergangen Sonntag den 06.05. in Feldbach zur ersten offiziellen Formüberprüfung des Jahres 2012 genutzt. Beide erstmals stolz in der Dress des legendären URC Veloblitz haben wir uns entschlossen die lange Distanz (120 km, ca. 1500 hm) in Angriff zu nehmen.

Topmotiviert fixierte ich am Start meine Gegnerinnen, musste mich aber bereits in den ersten Anstiegen bei 200 Puls damit abfinden, dass ich einer „Eisläuferin“ (naja, immerhin Vollprofi Veronika Windisch) am Rad das Wasser nicht reichen können werde und auch die mehrfache Staatsmeisterin Marlies Penker aus Kärnten wohl nicht vor mir eingehen wird. Körperlich und mental also schon nach einer Stunde deutlich angeknackst wurde das „warum“ in meinem Kopf immer lauter und es fehlte nicht viel zum ersten DNF. Mit etwas Glück konnte ich jedoch noch in einem kleinen Verfolgergrüppchen Fuß fassen und fand mich damit ab, dass „lange Distanz“ nicht gemütlicheres Tempo sondern einfach längeres Leiden bedeutet… das traumhafte Wetter konnte mich kaum trösten und der malerische Blick auf die Riegersburg löste, wie schon bei der Fahrwoche, lediglich Brechreiz aus…

Auch Feivi hatte bei seinem ersten Radmarathon mit ähnlichen Einsichten zu kämpfen… O-Ton: „120km Gschinde sind für einen Langdistanzler Hölle!!!“. Der erklärte Plan B (in der Spitzengruppe bleiben) musste zwar nach ca. 40 km Plan C (überleben) weichen, aber Feivi musste nur 11 Minuten länger leiden als der Sieger (Wolfgang Hölzl vom Team Bernhard Kohl) und konnte als Gesamt 27. (Platz 13 in der heiß umkämpften AK M2) finishen. (Plan A? Gewinnen natürlich, IMMER – egal wie realitätsnah)

Ich musste noch knappe 20 Minuten länger leiden als Feivi, hatte dafür aber ein recht versöhnliches Ende – schaffte ich es doch mit der drittbesten Damen-Zeit noch zur Ehrung als Schnellste unter den „Jüngsten“ 🙂 (Aussage des Veranstalters ^^) – also dem Klassensieg in der W1 (bis 30 Jahre).

Ohne bleibende Schäden und mit einer Portion mehr Erfahrung und Wettkampfhärte im Gepäck sind wir also zufrieden mit unserem ersten Auftritt im Namen des URC Veloblitz und freuen uns auf die nächsten Herausforderungen: für Feivi keine geringere als der Glockner Man (07.06.-09.06.), für mich (etwas bescheidener) wahrscheinlich die 6h in Schwanenstadt am 19.05.

In diesem Sinne: pain is temporary, pride lasts forever…

Eure Sonja