24h-Rennen Kaindorf

Der großartige URC Veloblitz ist am vergangenen Wochenende zum 24 bzw 12 Stunden Rennen in Kaindorf angetreten um sich dort ordentlich mit Ruhm zu bekleckern. Da das bekanntlich nicht so leicht ist, wurden noch vor dem Rennen ein paar Vorkehrungen getroffen.
Ein paar Tage vor dem Rennen gab es ein kleines Zusammentreffen, wo noch besprochen wurde, wer mit wem nach Kaindorf fährt und wer wen betreuen wird.
Die Entscheidungen wurden relativ rasch getroffen und mit etlichen Bieren besiegelt und waren somit in Stein gemeißelt.
Am Freitag, dem Tag des großen Rennens, trudelten nach und nach alle Fahrer und Betreuer ein. Der Nachmittag wurde damit verbracht das Zelt aufzubauen, der Laptop einzurichten, das Licht zu installieren… Kurzum, die Zeit wurde genutzt um es uns Betreuern möglichst einfach zu machen.
Kurz vor dem Start wurde jeder Betreuer noch in die persönlichen Getränkemischverhältnisse eingeweiht und die Essensgewohnheiten wurden klargestellt.
Knapp aber doch rechtzeitig zum Rennstart waren dann auch noch alle Fahrradeinstellungen optimiert und zum Startschuss waren 10 URC Fahrer bereit sich 24 Stunden zu quälen.
Im Partyzelt wurden dann auch von uns Betreuern die letzten Flaschen gefüllt.
Um exakt 18 Uhr (atomuhrgestoppt!!) startete das Rennen und das Betreuerteam, bestehend aus Susi, David, Claudia, Ursi und dem schönen Paul, war bereit die Fahrer zu Höchstleistungen zu pushen.
Am Anfang bereitete uns das teilweise sehr hohe Tempo Probleme, aber das Betreuerteam meisterte alle Schwierigkeiten wie erwartet hervorragend und wenn eine Übergabe einmal nicht klappte hatte man 100m später noch einmal die Möglichkeit Futter und Trinken zu überreichen.
In der Nacht begann dann das lustige Fahrerraten. Es war in der Dunkelheit nicht einfach die Fahrer zu unterscheiden. Da mußte nach Rennradbeleuchtung und Lichthöhe erraten werden wer von uns etwas bekommt. Den Teilnehmern, denen wir fälschlicher Weise etwas angeboten haben, wollten unseren lecker Safterln aber eh nicht. Man nimmt ja auch nichts von fremden Leuten, gell Kinder?!
Die Nacht verging relativ schnell, weil es zum Einen relativ warm blieb und zum Anderen verteilten sich unsere Radlfahrer ganz gut im Fahrerfeld. Das nahm uns etwas den Stress.
In der Früh begannen dann für mich die Qualen. Ich hatte mittlerweile an beiden großen und kleinen Zehen sowie den Fersen Blasen bekommen und die verfluchten Schuhe wurden auf die Seite gelegt und fortan wurde barfuß auf Schotter betreut. Zu Mittag lies sich dann auch die Sonne sehen und das nicht zu schwach. Nachdem ich mir da einen ordentlichen Sonnenbrand aufgezogen hab, hab ich mir zum ersten mal die Sinnfrage gestellt.
Die Sinnfrage stellten sich vermutlich die Fahrer schon etwas füher, was vermutlich Sic, Bianchi, Sevi und später dann auch die Hansbremse zum aufhören bewegte.
Bipo machten nach starken Beginn immer wieder längere Pausen aber schaffte sein Ziel, die 500km Marke, mit Bravour und ordentlich Fluchen.
Mit Heimo und Lukas starteten zwei weitere URCler um 6 in der Früh beim 12 Stunden Bewerb.
Nach einem Crash hörte Heimo relativ früh wieder auf mit dem Blödsinn während der liebe Lukas nach einem anfänglichen Tief noch ordentlich Meter machte.
Raffi, Hias und Philipp zogen im vorderen Drittel des Feldes kontinuierlich und mit minimalen Pausen ihre Spuren in den Asphalt, während Jentel und Proper ganz vorne mitmischten.
Nachdem ich vom Proper dann auch noch einige Runden lang ein freundliches „Ich hasse mein Leben“ zugerufen bekam war klar das auch er sich ordentlich quält.
Am Abend um 18 Uhr wars dann aber für alle schön langsam vorbei und wir konnten nicht weniger als 2 Top 10 Plätze, 5 Top 20 Plätze, 7 Top 28 Plätze und 12 Top 80 Plätze bei einem kalten Bier Revue passieren lassen.
Ich denke, dass alle, gerade mit ein bisschen Abstand, sehr zufrieden sein können mit dem Rennen.
Ziele, Bestmarken und Erfahrungen wurden gesammelt und werden uns nächstes Jahr noch stärker, besser, schneller, schöner an den Start gehen lassen.
Ich habe für mich beschlossen, dass ich erstens meine Schuhe schleunigst loswerde und zweitens werde ich nächstes Jahr auch mitfahren und die Bestmarke vom Hans pulverisieren, weil Betreuen ist mir einfach zu anstrengend.

Zwei ganz wichtige Dinge sind noch zu erwähnen:
1.) Gratulation an Ursi, die die Damensiegerin (unglaubliche 7 Runden Vorsprung und über 660km) Bernadette Schober, mit Ihren Betreuungskünsten zum absolut verdienten und souveränen Sieg führte. Da hat sich der URC von der sozialen Seite gezeigt. Natürlich auch alle erdenklichen Gratulationen an Berni zu ihrer Leistung.
2.) Da Jentl is keine Diva und sehr einfach zu betreuen!!!

LieGrü
Powl

Ergebnisse 24h Rennen Herren:

Proper: Gesamt 4. mit 751,8km
Jentl: 5., 751,8km
Philipp: 12., 662,2km
Hias: 13., 662,2km
Raffi: 17., 626,5km
Bipo: 28., 519,1km
Hans: 40., 411,7km
Sevi: 47., 286,4km
Sic: 52., 161,1km
Bianchi: 55., 89,5km

24 Stunden Damen:
Berni: 1., 662,3km

12h Rennen Herren:
Lukas: 22., 358km
Heimo: 75., 196,9km

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