Rapsos Traunseebergmarathon

Die Vorberreitung war durch ein Problem mit den Achillesehnen nicht ideal, mehr als 2 bis 3 Stunden Laufen pro Woche war in den Wochen zuvor nicht möglich, aber probieren wolle ich es auf jedenfall, ich war eigentlich darauf eingestellt, dass das Rennen spätestens in Ebensee ein Ende haben wird.

Ich startete um 3 Uhr in der Früh, nach 4 Stunden sehr guten Schlaf mehr oder weniger hellwach. Die Wetteraussichten waren nicht rosig, ich hoffte nur dass es am Traunstein noch trocken bleiben würde. Nach dem Start ging es nach wenigen Minuten zum Grünberganstieg, es war sehr rutschig und die kleine Stirnlampe gerade ausreichend. Ich lief ziemlich zeitgleich mit dem Einheimischen Geisenberger rauf. Ich war ca. 15 Sekunden vorne, weiter ging es hinab über Forststraßen und 2 kleinen Tunnel zum Traunstein Anstieg. Es war noch fast Stockfinster, die Temperaturen waren angenehm und es war noch trocken. Nach 5 Minuten begegnete ich Geisenberger er war wieder vor mir ich wusste aber nicht wo er mich überholt hatte. Der Aufstieg zum Naturfreundehaus verlief sehr gut, einmal hab ich mich um 2-3 Minuten verlaufen und es blieb noch immer trockenJ. Um 4:57 war ich nun am Traunstein angelangt und hatte ca. 1700Hm hinter mir. Der Abstieg vom Traunstein war sehr rutschig durch den Nebel im oberen Bereich. Einmal kam ich vom Weg ab, hab eine Makierung übersehen und mich um 7 Minuten verlaufen und zusätzlich ca. 100hm zurückgelegt. Weiter ging es dann über Forststraßen nach Karbach zur nächsten Labestation. Die Füße waren noch sehr gut, beim nächsten Anstieg merkte ich aber, dass ich leichte Krämpfe bekomme. Trotzdem gings noch zügig dahin und ich erreichte schließlich nach 4h 16min 32km und 2700Höhenmeter Ebensee. Der Anstieg auf den Feuerkogel war nicht mehr so lustig, zuerst fand ich den Weg nicht, Markierung scheiße und verlor wieder 7min 20 sec. Das 3. Mal Verlaufen kostete auch einige Nerven dazu kam noch dass die Krämpfe mehr wurden und mir vom RED Bull Shot schwindelig wurde. Nach 1h 20 min. erreichte ich schließlich den Gipfel und es ging endlich wieder Bergab. Der Abstieg fühlte sich sehr lange an am Ende bin ich wieder leicht vom Weg abgekommen. Der vorletzte Anstieg hatte zwar nur noch 200 Höhenmeter aber kam mir auch sehr lang vor. Jetzt waren noch ca. 20km zu laufen, der Mp3- Player leistete einen guten Dienst um mich irgendwie abzulenken. Laufen, laufen, laufen und sonst an nichts denken. Die Letzten 20km liefen besser als gedacht, nach dem Anstieg auf den Feuerkogel hätt ich mir nicht wirklich gedacht noch ins Ziel zu kommen. Die Muskeln und vor allem die Oberschenkel wurden auf der Rückseite immer härter, zu richtigen Verkrampfungen kam es aber doch nicht. Nach 8h 16 min kam ich schließlich als 6. in Gmunden an. Dort erwarteten mich meine Verwandtschaft aus Oö die mich perfekt versorgten, gehen ohne anhalten war nicht mehr so einfach, Autofahren wollt ich auch nicht mehr.

Resümee:

Ziel erreicht (unter 9h), überraschend keine Probleme mit der Achillessehne, Abenteuer, nächstes Mal nicht mehr verlaufen, am Vortag mehr trinken, Muskelkater im ganzen Körper auch in den Händen…

Rapso